UBA: Ausstieg bis 2017 möglich
Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, hält einen Ausstieg aus der Atomkraft bis 2017 für möglich. "Wir können es bis zum Jahr 2017 schaffen", sagte Flasbarth der "Frankfurter Rundschau". Sehr viel höhere Strompreise seien dabei nicht zu erwarten. Flasbarth zufolge können die acht alten Atomkraftwerke, die im Zuge des Moratoriums vom Netz genommenen wurden, "abgeschaltet bleiben." Ein Blackout sei dabei nicht zu befürchten. Um den Komplettausstieg bis 2017 zu schaffen, werde es eventuell nötig sein, neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien noch einige zusätzliche Gaskraftwerke zu bauen, erklärte der Ener. (N-TV, 11.04.2011)

Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!

Die Lage in Japan um das AKW Fukushima ist nach wie vor angespannt. Wir können für die japanische Bevölkerung nur hoffen, dass der Super-GAU ausbleibt, denn auf Grund der um ein Vielfaches höheren Bevölkerungsdichte hätte er eine viel verheerendere Wirkung als in Tschernobyl.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung spürt den massiven politischen Druck aus der Bevölkerung gegen ihre Atomlobby-orientierte Atom-Politik. Deshalb greift sie zu Beschwichtigungsmanövern wie ihrer „Aussetzung der Laufzeitverlängerung für drei Monate“. Dazu erklären wir: "Es reicht nicht aus, die Laufzeitverlängerungen bis nach den Landtagswahlen auszusetzen. Wir fordern die endgültige Stilllegung der Atomkraftwerke. Die Schwachstellen sind den Behörden doch längst bekannt. Da muss nichts geprüft werden, sondern abgeschaltet."

Die Großdemonstrationen vom 26. März mit bundesweit 250.000 TeilnehmerInnen und die krachenden schwarz-gelben Wahlniederlagen vom 27. März  haben überdeutlich gemacht, dass die Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor – und nach Fukushima noch mehr – die Abschaltung der Atomreaktoren will. Je schneller, desto besser. Und die Pannenreaktoren sofort und endgültig.

Um den Atomausstieg durchzusetzen, müssen wir den öffentlichen Druck auf die schwarz-gelbe Bundesregierung weiter erhöhen. Beteiligt euch deshalb an unseren Aktionen für den Atomausstieg.

Global denken – lokal handeln: Das hat die Anti-AKW-Bewegung seit je ausgezeichnet und das ist jetzt mehr denn je gefordert.